Schuldanerkenntnis

Nach § 781 Satz 1 BGB liegt ein Schuldanerkenntnis vor, wenn zwei Menschen sich in einem Rechtsstreit befinden und eine Person die Schuld anerkennt. Mit Hilfe eines Vertrags, werden die Erklärungen des Schuldners schriftlich festgehalten. Es lassen sich zwei Arten von Schuldanerkenntnissen unterscheiden, nämlich das abstrakte Schuldanerkenntnis nach § 781 BGB und das gesetzlich nicht geregelte deklaratorische Schuldanerkenntnis. Das abstrakte Schuldanerkenntnis bezeichnet die Akzeptanz des Schuldners zu einem Schuldverhältnis unabhängig eines Schuldgrunds. Es entsteht also eine neue Schuld und eine neue Verbindlichkeit. Während das abstrakte Schuldverhältnis in Schriftform erfolgen muss, bedarf es beim deklaratorischen Schuldanerkenntnis keiner Schriftform. Das deklaratorische Schuldanerkenntnis akzeptiert die bereits bestehende Schuld, ohne neue Forderung. Die Anerkennung ist rechtlich nicht geregelt.

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