Quittung

Der Gläubiger ist verpflichtet dem Schuldner beim Ausgleich der Forderung oder dem Erhalt einer Leistung auf Wunsch eine Quittung auszustellen. Hierbei handelt es sich um ein schriftliches Empfangsbekenntnis. Damit der Schuldner den Anspruch auf eine Quittung erhält muss er zunächst die Forderung erfüllen oder die jeweilige Leistung erbringen. Die Quittung kann entweder schriftlich oder in elektronischer Form (Formvorschriften) ausgestellt werden und muss die genaue Bezeichnung der Schuld oder Leistung beinhalten.

Im  § 416 ZPO ist die Beweiskraft der Quittung festgelegt. Laut dieser Regelung wird mit der Ausstellung der Quittung nur bewiesen, dass der Schuldner geleistet hat. Diese Leistung muss jedoch nicht zwingend vom Gläubiger als ordnungsgemäße Erfüllung der Schuld anerkannt werden. Der Gläubiger kann somit die Vermutung der Erfüllung wiederlegen, wenn er nachweisen kann, dass er die Leistung nicht erhalten hat. Die Kosten der Quittung muss der Schuldner übernehmen.

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